Visual Universitätsmedizin Mainz

Forensische Molekulargenetik

Dienstleistungen

  • Identifizierung unbekannter Personen, Leichen und Leichenteilen mittels STR-Systemen.

  • Charakterisierung von Spurenarten wie z.B. Blut, Sperma, Speichel usw..

  • Zuordnung von anonymen Spuren zu Tatverdächtigen, Opfern oder berechtigten Spurenlegern.

  • Spezialuntersuchungen zur Gewinnung und Zuordnung von DNA aus Knochen, Haaren und Zähnen unter Verwendung von Mini-STR-Systemen und mitochondrialer DNA.

  • Nachweis des Spender- bzw. Patientenanteils nach allogener Knochenmarkstransplantation.

Qualitätssicherung durch regelmäßige Teilnahme an Ringversuchen der Gemeinsamen Kommission rechtsmedizinischer und kriminaltechnischer Institute (GEDNAP).

  • Abstammungsgutachten für Gerichte, Einwanderungsbehörden oder Privatpersonen.

Das Institut führt seit 1984 Abstammungsgutachten durch und ist seit 2004 nach DIN 17025 akkreditiert sowie durch die Kommission zur Feststellung der Qualifikation von Abstammungsgutachtern (KFQA) zertifiziert.

Die Kosten berechnen sich für Gerichte nach JVEG bzw. nach Rahmenverträgen zur Erstattung von Abstammungsgutachten nach § 14 JVEG mit den entsprechenden Oberlandesgerichten.

Die Kosten für private Gutachten zur Klärung von Triofällen (Vater-Mutter-Kind) bzw. einfachen Defizienzfällen (Vater-Kind / Mutter-Kind) sind dem Formblatt „Auftragserklärung“ zu entnehmen bzw. richten sich bei komplizierten Defizienzfällen (Voll- und Halbgeschwisterschaft) oder Stammbaumanalysen nach Vereinbarung.

Qualitätssicherung durch regelmäßige Teilnahme an Ringversuchen der Deutschen Gesellschaft für Abstammungsbegutachtung und der International Society for Forensic Genetics.

Ansprechpartner

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Dr. rer. nat. Klaus Bender
Funktionen: Leitung Forensische Molekularbiologie
Qualifikationen: Molekularbiologe, Fachabstammungsgutachter (DGAB)
Qualitätsmanagementbeauftragter (QMB)

06131 17-9505

Forensische Toxikologie

Toxikologie (Giftkunde) ist die Lehre von den Giftstoffen, den Vergiftungen und der Behandlung von Vergiftungen und stellt letztlich ein Teilgebiet der Pharmakologie dar. "Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohn(e) Gift, allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist." Paracelsus (7 Defensiones, 3. Defension, 170. 1537/38).

Forensische Toxikologie ist ein Teilgebiet der forensischen Wissenschaften und befasst sich mit der Aufdeckung von Vergiftungen oder von Beeinflussungen durch körperfremde Substanzen sowie Stellungnahmen zu kriminalistisch oder juristisch relevanten Fragen hinsichtlich der Wirkung toxischer bzw. pharmakologisch aktiver Stoffe.

 

Zielsetzung Forensisch Toxikologischer Untersuchungen

Beleg einer Arznei-, Betäubungsmittel- oder Giftwirkung im Rahmen von:

  •      Forensischen Fragestellungen

  •      Todesermittlungssachen - Vergiftungen

  •      Straßenverkehrsdelikten (§ 24a StVG, §§ 316, 315c StGB)

  •      Schuldfähigkeitsfragen (§§ 20, 21)

  •      Klinisch-toxikologischen Fragestellungen

 Beleg einer Suchtstoffaufnahme bzw. Abstinenz im Rahmen von:

  •      Sucht-Therapie

  •      Workplace-Testing

  •      Verwaltungsrecht, Arbeitsrecht

  •      Fahreignungsüberprüfungen (§ 14 FeV, "MPU")

  •      Berufszulassungen ("Approbation")

  •      Strafrecht

  •      Überprüfung der Glaubwürdigkeit von Aussagen

  •      Bewährungsauflagen

 

Untersuchungsmaterialien
    

  •      Blut, Speichel    (kurzfristige Aufnahme, akute Wirkung)
  •      Urin                  (kurz- bis mittelfristige Aufnahme)

  •      Haare                (längerfristige Aufnahme, Langzeitexposition)

  •      Mageninhalt      (akute Aufnahme)

  •      Körpergewebe   (Postmortem-Toxikologie)

 

Untersuchungsmethoden und Messgeräte

  •      Immunchemische Methoden
  •      CEDIA-Dau-Assay (Olympus AU 400-Analyzer)

  •      Inspec-ELISA (Bio-Lab 200-Automat)

  •      Chromatographische Methoden

  •      Gaschromatographie-Massenspektrometrie (3 GC/MS Agilent 6890 / 5973, 1 Headspace-GC/MS Perkin Elmer Clarus 500 / 560 S)

  •      Flüssigkeitschromatographie-Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS Agilent 1290 / 6490 Triple Quadrupole, Agilent 1260 / 6530 Q-TOF)

  •      Flüssigkeitschromatographie (2 HPLC Agilent 1050 und 1100 mit Diodenarray- und Fluoreszenzdetektor)

  •      Photometrie (Spektralphotometer Dr. Lange Cadas 200)

Sachbearbeiter

Dr.rer.nat. Jörg Röhrich
Akademischer Direktor, Forensischer Toxikologe GTFCh
Telefon:              +49 6131 17-9490
Telefax: +49 6131 17-9452
E-Mail:   roehrich@uni-mainz.de 

 

 

Publikationen

      Link (Pdf , 111,6 KB) zum Verzeichnis der Publikationen aus dem Bereich Toxikologie

Ansprechpartner

Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Röhrich
Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Jörg Röhrich
Funktionen: Leitung Forensische Toxikologie
Qualifikationen: Forensischer Toxikologe

06131 17-9490